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Übersee – Dorf oder Vorstadt

Wie geht es mit dem Bauen in Übersee weiter? Bleibt der dörfliche Charakter erhalten oder wird der Ort immer mehr zur Vorstadt? Antworten darauf lieferte Professor Bielenski in einer Veranstaltung der Überseer Grünen mit SPD und Bayernpartei zum Bauen in Übersee. Er zeigte auch Möglichkeiten auf, wie diesem Trend entgegengewirkt werden kann.

 

 

 

 

Übersee – Dorf oder Vorstadt

Veranstaltung der Überseer Grünen mit SPD und Bayernpartei zum Bauen in Übersee

Der Infoabend im Gasthof Feldwies zum Bauen in Übersee lieferte Antworten auf die Fragen zu einer nachhaltigen Dorfentwicklung.
In einem beeindruckenden Vortrag stellte Prof. Bielenski die gegenwärtige bauliche Situation in Übersee dar. Mit Bildern aus der Vergangenheit, der Gegenwart und mit den zu erwartenden Veränderungen im zukünftigen Ortsbild von Übersee zeigte er auf, was uns erwartet. Ganz eindeutig veranschaulichte Prof. Bielenski, wie die in der jüngsten Vergangenheit erstellten Bauten das Ortsbild hin zu einer „Verstädterung“ verändert haben. Sollte sich dieser klar erkennbare Trend ungebremst fortsetzen, werden wir unseren Ort schon bald als „Dorf“ nicht mehr erkennen. Durch den Druck der Investoren und deren Zielsetzung, aus einem Grundstück mit maximaler Bebauung den größt möglichen Gewinn zu erzielen, ist der Weg, zur Entwicklung eines „Vorstadtcharakters“ eingeschlagen.

Prof. Bielenski zeigte auf, dass es eine ganze Reihe von Möglichkeiten gäbe, diesem Trend entgegenzuwirken. Wenn dies auch der Wille des Gemeinderates wäre, dann könnte er mit Ortsentwicklungsplänen, Bauleitplänen und Festlegungen die zukünftige Entwicklung grundlegend steuern. Es wurde klar, dass der Gemeinderat also durchaus in der Lage wäre, mit seinen Entscheidungen lenkend zu wirken.

In den Redebeiträgen zeigte sich, dass eine große Anzahl der Bürgerinnen und Bürger mit der aktuellen baulichen Entwicklung des Dorfes unzufrieden ist. Allgemein wurde beklagt, dass man Übersee bald nicht mehr als „Dorf“ wahrnehmen kann! Eindeutig zeigte sich, dass eine Mehrheit sich in Fragen der „Baukultur“ nicht mehr von den Gemeinderäten vertreten fühlt.

Dazu lenkte Prof. Bielenski das Augenmerk besonders auf die Rolle der Bürgerinnen und Bürger. Sich wohlfühlen im Ort und diesen wirklich als „Heimat“ betrachten erfordert den Einsatz und das Mitwirken jedes Einzelnen. Wenn Fehlentwicklungen bemerkt werden, so hilft keinesfalls der Gedanke „ich kann eh nichts ändern“ und „die Gemeinderäte werden es schon richten“! Meist unterschätzen die Bürgerinnen und Bürger ihre Macht und ihre Möglichkeiten um einen entscheidenden Einfluss nehmen zu können.

Die Veranstalter werden weiter an diesem Thema dranbleiben und Vorschläge erarbeiten, die auch als Anträge in den Gemeinderat eingebracht werden, um in Zukunft eine dörfliche Entwicklung des Ortes zu unterstützen.

Anton Stefanutti
13. Mai 2017

 

 

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