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MdL Gisela Sengl übte scharfe Kritik am bayerischen Arbeitsverbot für Asylsuchende.

Landtagsabgeordnete Gisela Sengl besuchte die Unterkunft der asylsuchenden Senegalesen in der alten Schule in Tettenhausen.

Gisela Sengl: „Arbeitsverbot in Bayern ist ein Skandal“

Grüne Landtagsabgeordnete beim Helferkreis-Asyl

Auf Einladung der Helferkreise Wonneberg und Tettenhausen besuchte Gisela Sengl (MdL) die Unterkunft in der alten Schule in Tettenhausen. In einem ausführlichen Gespräch mit den Asylbewerbern aus dem Senegal forderte Frau Sengl nachdrücklich dazu auf, über den dankenswerterweise angebotenen Deutschunterricht hinaus, sich intensiv mit der deutschen Sprache zu befassen. Dies sei der Schlüssel zu einer möglichen Integration, insbesondere zur Aufnahme einer Beschäftigung. Allerdings stünde dem das, nur in Bayern geltende, unsägliche Arbeitsverbot von Asylbewerbern aus angeblich sicheren Herkunftsländern entgegen. Die jungen Männer schilderten daraufhin eindringlich die vielfältigen Probleme, die sie in ihrem Heimatland hätten, ihre dramatische Flucht über die Sahara und das Mittelmeer und ihren ausdrücklichen Wunsch, hier bleiben und arbeiten zu können. 

Gisela Sengl drückte die Hoffnung aus, dass beim Ministerpräsidententreffen Ende September die starre Haltung Bayerns aufgeweicht würde.

Auch in der anschließenden Diskussion im Helferkreis wurde die zunehmende Unsicherheit um ein Bleiberecht als große Belastung für alle Beteiligten dargestellt. Besonders deprimierend, so die Vorsitzenden der AKs Wonneberg und Tettenhausen übereinstimmend, sei, dass sie mittlerweile für einige Asylbewerber Arbeitsstellen gefunden hätten, die diese dann nicht antreten durften.

Bürgermeister Herbert Häusl, der sich ganz besonders bei Hannes Obermayer und dem gesamten Team für die aufopferungsvolle Arbeit bedankte, konnte wenigstens einen kleinen Beitrag der Marktgemeinde zum Beschäftigungsproblem leisten. Er versprach einige Ein-Euro-Jobs in gemeindlichen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen.

(9. September 2015)

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