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Das Traunsteiner Tagblatt interviewte unseren Bürgermeisterkandidaten.

Tagblatt fragt, Walter Wimmer antwortet

Unser Bürgermeisterkandidat über Schule, Tourismus und Verkehr in Waging

Traunsteiner Tagblatt: Neben der vorgesehen neuen Aula ist die Liste zusätzlicher Wünsche von Grund – und Mittelschule sowie Ganztagsbetreuung für das Schulareal lang. Die Marktgemeinde müsste wohl Schulden dafür machen. Bisher ist man noch in der Planungsphase. Wenn Sie Bürgermeister sind, welche Projekte wollen Sie auf dem Areal auf alle Fälle umsetzen und wie viel ist es Ihnen gegebenenfalls wert? 

Walter Wimmer: Der Vorteil unserer Bildungseinrichtungen in Waging ist, dass sie sich auf einem Areal bündeln. Dadurch können Räume und Einrichtungen gemeinsam genutzt werden, z. B. mit multifunktionalen Raumkonzepten. In naher Zukunft steht die Sanierung der Schulturnhalle an. Im Rahmen dieser Maßnahme soll berücksichtigt werden, dass dort später auch kulturelle Veranstaltungen durchgeführt werden können. In diesem Bereich sollen auch zusätzliche Parkmöglichkeiten entstehen, um bei einem möglichen Wegfall des Hofbauer-Grundstücks, weiterhin Parkplätze in der Wilhelm-Scharnow-Straße zu haben. Auch ich als Grüner kann die Autos nicht abschaffen. Es ist mir wichtig, dass hier ortsplanerische Aspekte mit einfließen. Als gelernter Bankkaufmann weiß ich, dass die Vorhaben finanziell darstellbar sein müssen. Ich scheue mich nicht, auch eine längerfristige Fremdfinanzierung einzugehen, wenn zukunftsweisende Werte geschaffen werden.

TT: Die Zahl der Gästebetten sinkt in der Region, so auch rund um dem Waginger See. Wie wollen Sie den Tourismus in der Gemeinde fördern, ohne Natur und Gemeinschaft zu überfordern?

Walter Wimmer: Ich unterstütze den sanften Naturtourismus. Moderne Kommunikationsmedien sollen die Gäste auf die Naturschönheiten und Gaststätten aufmerksam machen. Ich bin kein Anhänger von überdimensionierten Hotelburgen, die nur kurzfristigen Erfolg versprechen. Langfristig ist das Kapital der Region um den Waginger See unsere intakte Natur, umrundet von einer einzigartigen Landschaft. Das ist der Tourismus der Zukunft. Ich will Anreize schaffen, dass wieder mehr Leute ihre Ferienwohnungen aufmöbeln.

TT: Viele Bürger wünschen sich mehr Parkplätze im Ortszentrum. Welche Ideen haben Sie, um diesem Wunsch nachzukommen?

Walter Wimmer: Im Rahmen des Workshops zum digitalen Alpendorf habe ich angeregt, ein Parkleitsystem umzusetzen. Das würde kurzfristig die Auslastung der bestehenden Parkplätze erhöhen. Eine mit Tageslicht durchflutete Tiefgarage an der Salzburger Straße und die Überlegungen an der Wilhelm-Scharnow-Straße könnten das Problem lösen. Generell haben wir aber nicht zu wenig Parkplätze, sondern zu viele und zu große Autos. Wir sollten uns auch wieder öfter zumuten, 500 Meter zu Fuß zurückzulegen. Ich will weg von der reinen Auto-Orientierung. Kommunale Leihräder, Transport-E-Bikes, Fahrdienste, komfortable Bahnnutzung und Carsharing, das sind die Themen, die ich voranbringen will. Es gilt, Radl, Bus, Bahn und Auto besser zu vernetzen.

Weitere Infos unter www.walter-wimmer-waging.de.

(9. Februar 2019)

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