Petra Leitner, Sigi Butschek, Lena, Michael und Bene Leitner sowie Ute Dörfel (von rechts).

Petra Leitner, Sigi Butschek, Lena, Michael und Bene Leitner sowie Ute Dörfel (von rechts).

Müllsammelaktion in den Traunauen

„Trashhiking“ – oder auf Boarisch „Graffe zammklaubn“: 600 Liter in zwei Stunden

Sind Sie frustriert vom Pilze suchen, weil sie nichts gefunden haben? Wir haben die Lösung: „Trashhiking.“ Oder auf Boarisch „Graffe zammklaubn“. Eine Müllsammelwanderung bringt das Erfolgserlebnis, das dem Schwammerljäger bisweilen versagt bleibt.

Zum zweistündigen Graffeklaubn haben sich die Ruhpoldinger Grünen am 23. September am Bäckersteg getroffen. Nach nur einer Sammelstunde in Richtung Egglbrücke waren bereits drei 120-Liter-Mülltüten mit Müll jeder Art gefüllt. In der Gegenrichtung von der Egglbrücke zum Bäckersteg sammelten wir nochmals 240 Liter Müll ein. Eine Anwohnerin berichtet uns, dass sogar in ihrer Dachrinne schon Flaschen und anderer Müll entsorgt wurde.

Neben 53 Flaschen wurde Plastik, Hundekotbeutel, Tempotaschentücher, Unterwäsche, Papier, Tetrapaks, ein Bierkrug und Blechdosen von den Bürgern in der Natur entsorgt.

Bei der Sammelaktion wurden die Grünen von der Familie Leitner mit ihren beiden Kindern Lena und Bene sowie Oma Elli unterstützt. Sie haben mit Feuereifer gesammelt und sich darüber gewundert, was die Menschen sorglos in der Natur wegschmeißen. Ihre Frage, warum die Leute ihren Müll nicht wieder mit nach Hause nehmen, konnten wir ihnen nicht beantworten. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für eure Unterstützung.

Wir haben ein Müllproblem, nicht nur in den Traunauen. Fünf Säcke mit je 120 Liter Müll in nur zwei Stunden – mal ehrlich: Wer ganze Fress- und Saufgelage mit an die Traun nehmen kann, der wird sicher auch die Abfälle wieder mit nach Hause nehmen können! Wobei die Müllentsorger offensichtlich etwas besitzen, was schmerzen kann: Jede Menge leere Blister Kopfschmerzmittel deuten darauf hin – ob die wegen des vielen Alkohols oder des schlechten Gewissens eingenommen wurden?
Wer die Umweltverschmutzung lieber in der Theorie mit allen Auswirkungen studiert, hat dazu im Holzknechtmuseum Ruhpolding noch bis zum 31. Oktober in der Ausstellung „Neobiota – Artenvielfalt von Menschenhand“ die Möglichkeit.

Nach dem fragwürdigen Erfolg unserer ersten Müllsammelaktion und mit der Hoffnung auf leere Mülltüten lädt der Ortsverband der Grünen zu einer zweiten Müllsammelaktion in Ruhpolding ein. Treffpunkt ist am 27. September um 15.30 Uhr am Parkplatz vor den Tennisplätzen. Sepp Hohlweger

(24. September 2019)

Der Ortsverband Ruhpolding stellt sich vor.
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