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Mehr Einsatz fürs Energiekonzept des Landkreises Traunstein

Handeln statt fordern!

Kreistagsfraktion sieht Energiekonzept-Umsetzung bis 2020 gefährdet

Wie keine andere Energieerzeugungstechnik ist die Errichtung von Solar-, Wasser- und Windkraftanlagen für alle Bürger*innen aus dem Landkreis interessant. In den letzten Jahren ist zwischen Watzmann und Wendelstein die größte Dichte an Bürgersolarkraftanlagen bundesweit entstanden. Bürgerengagement ist auch für die Zukunft erforderlich. Darum sollen sich die Landkreisbürger an Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung und Stromspeicherung beteiligen können. Dezentralität reduziert den Bedarf an Fernleitungen, erhöht die Versorgungssicherheit, Dezentralität schafft lokale, nachhaltige Wertschöpfung.

Der Landkreis hat mit seinem engagierten Konzept hohe Erwartungen geschaffen, die es nun zu erfüllen gilt. Darum sehen wir den Landkreis als Motor des Prozesses, mit geeigneten Maßnahmen das gesteckte Ziel auch bis 2020 zu erreichen, so Fraktionssprecher Sepp Hohlweger. Die wirtschaftliche Dimension der regionalen Energiewende machte Kreisrat Martin Czepan nochmals deutlich: „Derzeitig werden im Landkreis ca. 300 Mio. Euro pro Jahr für Energie ausgegeben, die Umsetzung des Energiekonzeptes erfordert Investitionen von rund 700 Mio. Euro“ Eine noch stärkere Priorisierung dieser Aufgabe in der Kommunalpolitik sei deshalb unverzichtbar, so Czepan weiter.

Wollen wir hier etwas erreichen, so Kreisrat Willi Geistanger, sei die Schaffung einer Genossenschaft oder GmbH in Verantwortung des Landkreises, die mögliche Projekte entwickelt, finanziert und realisiert unerlässlich. Hierbei sei natürlich besonders auf die finanzielle Beteiligungsmöglichkeit der LandkreisbürgerInnen zu achten. Die Gesellschaft finanziert sich idealer Weise durch den eigenen Geschäftsbetrieb und tätigt Investitionen auch mit Einlagen der Bevölkerung. Der Landkreis ist hier in der Pflicht, wenn noch ernsthaft an der Umsetzung des Energiekonzepts bis 2020 festgehalten werde.

Ein Hauptaugenmerk solle auf die Einsparung von Energie gelegt werden. Hierzu seien mögliche Netzwerke zu schaffen, die sich über Erfahrungsaustausch hinaus auch mit konkreten Projekten befassen. Kreisrätin Burgi Mörtl-Körner ist der Überzeugung, dass z.B. in Kooperation mit dem Forum Ökologie e.V. und anderer Bildungseinrichtungen eine Wanderausstellung geschaffen werden solle, die von Vorträgen begleitet in den Gemeinden die Bürger für das Einsparen von Energie sensibilisiere. Als Beispiel nannte Hohlweger den Austausch von alten Heizkreispumpen durch neue Hocheffizienzpumpen, welche die Kosten für den Tausch bereits nach 3 Jahren durch niedrigere Stromkosten eingespart haben. Hier sei noch viel Potential in den Kellern des Landkreises verborgen. Sepp Hohlweger

(1. Februar 2012)

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