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Planungen für Güterterminal einstellen!

Kreistagsfraktion fordert: Erst konkreten Bedarf nachweisen

Die Grünen im Kreistag beantragen, dass sämtliche Planungsaktivitäten für ein weiteres Güterterminal im Landkreis Traunstein ab sofort eingestellt werden und solange ruhen, bis ein konkreter Bedarf für die Betriebe im Landkreis nachgewiesen wird, der nicht mehr durch die vorhandenen Güterterminals in der Region abgedeckt werden kann.

Sollte der Bedarf für ein weiteres Güterterminal im Landkreis Traunstein gegeben sein, so sind vorrangig kostengünstige dezentrale Lösungsalternativen zu verfolgen. 

Begründung

Seit Beginn der Planungen konnte bisher kein konkreter Bedarf der im Landkreis ansässigen Betriebe für den wirtschaftlichen Betrieb eines Güterterminals nachgewiesen werden.

Den Bau eines Güterterminals damit zu begründen, dass sich hierdurch Betriebe ansiedeln werden, ist für uns Wunschdenken und keine seriöse Planung.

Der Bau eines Güterterminals, das vorwiegend dem Umschlag von Gütern dient, die nicht aus dem Landkreis stammen bzw. für ihn bestimmt sind, lehnen wir ab, da es geeignetere Standorte hierfür gibt.

Generell unterstützen wir die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Hierfür ist jedoch ein qualifizierter Planungsprozess unter Einbeziehung der betroffenen Bürger und Gemeinden erforderlich. Kleinen dezentralen Konzepten wie z.B. beim Güterterminal der BSH Traunreut ist dabei der Vorzug zu geben. Diese sind wesentlich kostengünstiger als große Umschlagsanlagen, die nur mit Hilfe hoher Subventionen realisierbar sind. Zudem wird eine Konzentration des LKW-Verkehrs vermieden. Martin Czepan

(28. November 2012)

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