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Wahlkampf von Bündnis 90/Die Grünen in Trostberg

Auch Landrats- und Kreistagskandidaten vorgestellt

Das Postsaal Gewölbe war beim Politischen Frühschoppen des Orts- und Kreisverbandes der Grünen gut gefüllt. Für lockere Atmosphäre sorgte das Jazzbüro Salzburg mit bekannten Stücken wie „Mackie Messer“, „Midnight in Moscow“ oder „Summer Samba“. Neben dem Landratskandidaten Sepp Hohlweger und dem Trostberger Bürgermeisterkandidaten Bernd Paetzelt stellten sich auch zahlreiche Kreistagsbewerber vor.

Die Kreisvorsitzende Helga Mandl erläuterte, dass bei den Grünen normalerweise eine Frau auf Platz eins kandidiere, die Grünen Frauen in der Aufstellungsversammlung aber abgestimmt hätten, dass Hohlweger auf dem ersten Platz kandidiert. Der Ruhpoldinger ging auf die Kreiskliniken Traunstein und Berchtesgadener Land ein. Diese machten in 2012 Verluste, auch für das vergangene Jahr 2013 wird mit einem Verlust gerechnet. Er erinnerte daran, dass es eine politische Entscheidung gewesen sei, die Klinik in Ruhpolding zu übernehmen – trotz der negativen zahlen, die dort geschrieben werden. Rein wirtschaftlich wäre die Übernahme nicht gerechtfertigt gewesen Die politische Entscheidung dürfe man jetzt nicht auf Kosten der Mitarbeiter und der Patienten austragen. Man brauche eine professionelle Begleitung des Klinikbetriebs im Aufsichtsrat, so Hohlweger.

Der Trostberger Bürgermeisterkandidat der Grünen, Bernd Paetzelt, sagte: „Wir Trostberger Grüne haben der Rathauspolitik sehr gut getan.“ Von seiner Fraktion gingen nicht nur „fast zu viele Ideen“ aus, sie setzte diese dann auch um. „Mit über 25 Anträgen und Initiativen haben wir Grüne Stadträte Impulse gesetzt und wichtige Anliegen auf den Weg gebracht. Das sind 80 Prozent aller Anträge von 20 Prozent der Ratsmitglieder.“

Paetzelt forderte für die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts einen hauptberuflichen Klimaschutzmanager, und auch für das Einzelhandelskonzept müsse eine Personalstelle geschaffen werden. Ehrenamtliche seien mit Aufgaben, wie der Belebung der Innenstadt oder die Klima-Ziele Trostbergs zu erreichen, überfordert. Statt des „unzureichenden Angebotes der Stadtbuslinie“ sprach sich Paetzelt für ein Anrufsammeltaxi aus. Ein komplett ausgearbeitetes Konzept samt Haltestellennetz liege bereits vor, sei vom Stadtrat aber mehrheitlich abgelehnt worden.

„Zwei große Themen werden in den nächsten Tagen die kleine Kommunalpolitik bestimmen: Klimawandel und demografischer Wandel.“, stellte Paetzelt fest. Beide erforderten Konsequenzen bei der Ausweisung von Flächen und bei der Wahl der Mobilität. Dies müsse man mit Weitblick in die Wege leiten, damit auch die nächsten Generationen hier gut leben können. Den Grünen traue er die Beantwortung dieser Frage eher zu, als den anderen im Stadtrat vertretenen Gruppierungen. „Es macht einen Unterschied, ob man aus taktischen Erwägungen heraus Positionen übernimmt oder ob man aus Überzeugung agiert.“ 

Auch die Trostberger Kreistagskandidaten Marianne Penn, Gisa Pauli und Andreas Herden stellten ihre Ziele vor Sie gingen auf den unzureichenden ÖPNV im Norden des Landkreises ein. Penn betonte, wie wichtig die Grünen in der Politik seien. Die Verhinderung von Grüner Gentechnik auf heimischen Feldern sei für die Grünen eine „Herzensangelegenheit und keine Lippenbekenntnisse“. Herdens Themen sind Eingliederung, Partizipation und Inklusion. „Ich möchte, dass im Landkreis Traunstein niemand ausgeschlossen wird, dass niemand auf Wege gezwungen wird, die er gar nicht gehen will.“  

Die UVA-Vorsitzende Pauli meinte, immer, wenn es heiße, „Das bisserl Kiesabbau macht der Umwelt doch nichts aus“ oder „So eine neue Straße tut doch nichts“, frage sich fast niemand, „ob wir noch genug Flächen haben, oder ob wir unsere Lebensqualität auf Spiel setzen.“ Quelle: Trostberger Tagblatt

(12. März 2014)

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