Der Bürgerentscheid „Hände weg vom Schwarzerberg“ ist entschieden: 61,13 % der abstimmenden Bürgerinnen und Bürger, das ist eine deutliche Mehrheit, sprach sich gegen die geplante Trassenführung der B299 neu über den Schwarzerberg und das südliche Stadtgebiet aus. Das gab die Stadt Trostberg nach der Sitzung des Abstimmungsausschusses am Sonntag, 30. November 2025, offiziell bekannt.
Von insgesamt 9.047 Stimmberechtigten beteiligten sich 3.177 Personen an der Abstimmung. Damit lag die Wahlbeteiligung bei rund 35 Prozent. Von den abgegebenen Stimmen waren 3.172 gültig, fünf Stimmen wurden als ungültig gewertet.
Auf die Fragestellung, ob sich die Stadt Trostberg öffentlich und eindeutig gegen die geplante Trassenführung positionieren und sich aktiv dafür einsetzen solle, dass keine weiteren Schritte zur Realisierung dieser Variante unternommen werden, entfielen 1.942 gültige Ja-Stimmen und 1.230 gültige Nein-Stimmen. Damit votierte die Mehrheit der Teilnehmenden für ein klares Nein zur geplanten Umfahrung über den Schwarzerberg.
Zugleich wurde das nach der Gemeindeordnung erforderliche Abstimmungsquorum erreicht. Dieses liegt bei 20 Prozent der Stimmberechtigten, was in Trostberg 1.810 Stimmen entspricht. Mit 1.942 Ja-Stimmen wurde diese Hürde überschritten.
Der Abstimmungsausschuss stellte daher fest, dass der Bürgerentscheid gültig ist und im Sinne der Ja-Antwort entschieden wurde. Die Stadt Trostberg ist damit politisch verpflichtet, sich gegenüber den zuständigen Behörden gegen die geplante Trassenvariante der B299 über den Schwarzerberg einzusetzen.
