Um »Politik für die Menschen« ging es beim Neujahrsempfang der Traunreuter Grünen am Samstag, 17. Januar 2026, im Café des Lebens beim Schloss Pertenstein. Als besonderen Gast konnten die beiden Ortsverbands-Sprecher Geli Grätz und Dr. Norbert Wolff den Bergener Bürgermeister Stefan Schneider begrüßen.
»Wie gelingt es, im tiefsten Oberbayern als Grüner zum Bürgermeister gewählt zu werden, und wie lässt sich grüne Politik hier umsetzen?«, so die Auftaktfrage zum inhaltlichen Teil des Neujahrsempfangs. Stefan Schneider schilderte, wie er vor elfeinhalb Jahren Bürgermeister wurde. Seiner Erfahrung nach sei es wichtig, gut vernetzt und auch in der Zivilgesellschaft präsent zu sein. Vor allem komme es darauf an, Politik für die Menschen und mit den Menschen zu machen. Im Dialog ließen sich viele Fragen klären und Ängste abbauen.
Im Verlauf der Diskussion wurde Schneider auf die Adelholzener Alpenquellen angesprochen. Er betont die grundsätzlich gute Zusammenarbeit und die gemeinsame Suche nach ökologisch verträglichen Lösungen. Zugleich wies er darauf hin, dass beim Bergener Grundwasser durchaus schon Auswirkungen des Klimawandels sichtbar würden. Weitere Gesprächsthemen waren die Hochfellbahn (die seit drei Jahren schwarze Zahlen schreibt), die Integration von Flüchtlingen, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und die Erhebung einer Zweitwohnungssteuer.
Zum Schluss kam noch eine Thematik auf, bei der die Traunreuter besonders hellhörig wurden: Als Stefan Schneider erwähnte, dass die Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten gefördert werden sollte und dass zum Beispiel eine Gemeindebücherei mit Café hier eine wichtige Funktion erfüllen könne, wurden Erinnerungen an vergangene Planungen bezüglich der Traunreuter Stadtbücherei wach. Eine neugebaute Bücherei im Verbund mit der Volkshochschule, dem K1 und einem Café wäre eine große Bereicherung für Traunreut, so die Meinung einiger Diskussionsteilnehmer.
Die beiden Ortsverbands-Sprecher dankten dem Bergener Bürgermeister für seine inspirierenden und motivierenden Worte. 2026 sei ein herausforderndes Jahr – sowohl im Hinblick auf die weltpolitische Lage als auch im Hinblick auf die anstehenden Kommunalwahlen.
