Überwiegend zufrieden mit den Ergebnissen der Kommunalwahl zeigte sich der Kreisverband. Bei der ersten turnusmäßigen Kreisversammlung nach der Wahl im Wochinger Brauhaus in Traunstein bilanzierten die rund 50 Anwesenden vor allem den immensen Einsatz von Sprecherin Angelika Maier und Sprecher Johannes Poller sowie die unzähligen Arbeitsstunden der Kandidatinnen und Kandidaten.
Die Zahlen an Kreistags- und Gemeinderatssitzen von 2020, als die Grünen von einem enormen Trend zum Klimaschutz getragen waren, seien schwer zu wiederholen gewesen, so der Tenor der Versammlung. Unter drastisch schwierigeren Bedingungen der politischen Großwetterlage habe man sich aber gut geschlagen.
Dem Kreisverband steht nach Abschluss der Wahl ein größerer Umbruch bevor. Kreissprecherin Angelika Maier stellte aus beruflichen Gründen ihr Amt zur Verfügung, Co-Sprecher Johannes Pollner aus privaten Gründen ebenso. Die Kreisversammlung wurde von Vorstandsmitglied Stefan Schwankner geleitet.
Auch Geschäftsführerin Yola Schmitz verabschiedet sich aus beruflichen Gründen von der Betreuung des Kreisverbands. Eine Nachfolge wird gesucht, Bewerbungen liegen bereits vor. Das Grüne Büro an der Ludwigstraße in Traunstein bleibt weiterhin besetzt, vorübergehend auf rein ehrenamtlicher Basis.
Innerparteilich geben sich die Grünen bundesweit gerade neue Organisationsstrukturen. Angesichts weiterhin steigernder Mitgliederzahlen in bisher ungeahnte Höhen, wie sie auch der Kreisverband registriert, sollen die Abläufe bei Delegiertenkonferenzen gestrafft und die Beschlussfindungen konzentriert werden.
Zur Vorbereitung der neuen Strukturen haben auch ausgeloste Kreisverbände die Bundesspitze beraten, darunter der Nachbarlandkreis Berchtesgadener Land. Ulrike Schweiger, die für den dortigen Kreisverband bei den Diskussionen dabei war, stellte die Kreisversammlung die vorgesehenen Änderungen vor, über die ab dem 30. Juni jedes Mitglied in einer Urabstimmung entscheiden kann.
Nach dem intensiven Wahlmarathon mit der außertourigen Bundestagswahl 2025 und der Kommunalwahl steigt im April eine Wahlparty, bei der es nicht um Stimmen, Listen und Sitze gehen soll – nur ums Feiern.
