Eine Entdeckungsreise für Kinder
Mit einer Entdeckungsreise in die Demmel‑Filz setzte der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen heuer sein zweites Ferienprogramm um. Und wieder wurde daraus ein kurzweiliges Naturabenteuer, das die Kinder mit großer Neugier und spürbarer Begeisterung aufnahmen. Dem Leitmotiv „Torfig, schlammig, moorig“ folgend, stand dieses Angebot ganz im Zeichen einer Landschaft, die Geschichten erzählt, sobald man einen Fuß hineinsetzt. Die Demmel‑Filz zeigte sich den Buben und Mädchen als uriges Moor voller Geheimnisse und als ein Ort, an dem urwüchsige Baumriesen, kleine Bäche und Heidelbeerfelder eine fast märchenhafte Kulisse bilden.
Auf einem schmalen Pfad führte Irmgard Frisch die Gruppe immer tiefer in den Moorwald. Knorrige Kiefern säumten den Weg, und zwischen Lichtungen und dunklen Senken tauchten verfallene Schuppen und überwachsene Torfgruben auf. Sie waren stille Zeugen einer Zeit, in der hier Arbeiter lebten und den schweren Torf zum Heizen stachen. Die jungen Natur-Entdecker machten auch alte Eisenbahnschienen ausfindig, die sofort die neugierige Frage auslöste: „Wie kommen die mitten ins Moor?“
Im Verlauf der Wanderung öffnete sich die Filz noch einmal von einer anderen Seite. Die kleinen Spürnasen erfuhren, dass man die Samen des Springkrauts tatsächlich essen kann, und wie Preiselbeeren aussehen, bevor sie ihr typisches Rot tragen. Mit viel Geduld erzählte Irmi Frisch den 21 Buben und Mädchen alles rund um das Torfstechen, und beeindruckte sie besonders mit der Schilderung, wie die Menschen früher im Winter ihre Hütten notdürftig mit Zeitungen abdichteten, um die Kälte fernzuhalten.
Der Regen der vergangenen Tage hatte den Moorboden weich gemacht, die Erika blühte wieder auf, und die Kinder konnten die besondere Stimmung der Filz mit allen Sinnen aufnehmen: den federnden Boden unter den Schuhen, den Duft der feuchten Erde, das leise Rascheln der Kiefern im Wind. Es war ein Augenblick, in dem Natur unmittelbar spürbar wurde.
An der Hütte wartete anschließend eine stärkende Brotzeit und damit ein gemütlicher Abschluss, bevor noch Zeit blieb zum Spielen oder zum Füttern der Fische, die neugierig an die Wasseroberfläche kamen.
„Ein herzliches Dankeschön gilt dem Team für die liebevolle Vorbereitung und Begleitung dieses eindrucksvollen Naturerlebnisses“, betont die Sprecherin des Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen, Barbara Krautenbacher.

„Zeit zum Rasten und Spielen“ Nach der Moorwanderung stärken sich die Kinder an den Tischen, während ringsum schon wieder fröhliches Toben beginnt.
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Text: A. Caruso, vielen Dank für die Genehmigung der Veröffentlichung
Fotos: H. Witzleben
